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Wissenswertes über Faszien Distorsions Modell

Faszien Distorsions Modell (FDM) - ein medizinisches Konzept

EFDMA (European Fascial Distorsion Model Association) Behandlungsmöglichkeiten / Patienteninformation:

  • Verletzungen des Bewegungsapparates / Unfälle / Sportverletzungen
  • akute Schmerzen durch Verstauchungen, Verrenkungen, Zerrungen
  • chronische Schmerzen im Bewegungsapparat
  • Bewegungseinschränkungen von Gelenken und Körperabschnitten
  • neurologische Krankheitsbilder / z.B. Apoplex 
  • Missempfindungen / ungeklärte Schmerzsyndrome 
  • abdominelle und funktionelle Beschwerden

Mehr über Faszien Distorsions Modell

 

Patientenorientierung in der Therapie nach dem Faszien-Distorsions-Modell

"Im FDM richtet sich die Behandlung vorbehaltlos am Patienten aus. Der Patient ist der Experte für seinen Körper, für das Ausmaß der Beschwerden und den Erfolg der Behandlung. Diese Patientenorientierung kommt auf verschiedenen Ebenen zum Tragen und begründet sich wie folgt:

1. Der Patient kennt sein Problem und kann es auch mitteilen
Nicht der Therapeut ist der Kluge oder Wissende, sondern der Patient, weil er sein Problem kennt. Das FDM geht damit in der Diagnostik völlig neue Wege. Es nimmt den Patienten mit seinen Beschwerden ernst: Es "glaubt" ihm seine Beschwerden und entwickelt aus der Art und Weise, wie er sie zeigt, schildert und Stärke und Ausmaß angibt, die Behandlung. Für uns FDM-Therapeuten sind die berichteten und gezeigten Beschwerden niemals nur eingebildet: Alle Patienten, die sich an uns wenden, haben ein körperliches Problem - laut FDM eben eine oder mehrere Fasziendistorsionen. Wir können aus den Angaben des Patienten den Verlauf der Beschwerden verstehen und eine Prognose über den weiteren Verlauf abgeben. Die Art, wie Patienten ihre Beschwerden zeigen, ist universal und auf der ganzen Welt gleich. Daher ist das FDM auch dann anwendbar, wenn der Therapeut die Sprache des Patienten nicht spricht.

2. Der Patient gibt das Behandlungsziel vor
So wie der Patient weiß, was ihm fehlt, so kann er auch angeben, was sein Ziel der Behandlung ist. (...) Folgende Probleme sind im schulmedizinischen Kontext jedoch immer wieder zu beobachten:

a) Das Ziel wird nur im Zusammenhang mit Befunden definiert, z. B. wenn der Blutwert wieder im Normbereich ist, ist der Patient gesund.
b) Das Ziel wird von Außenstehenden definiert, z. B. muss das Knie nach der Operation eine Beugung um 90° aufweisen.

Dabei können weder der Arzt noch Laborwerte oder funktionelle Tests Auskunft über das Wohlbefinden des Patienten geben. Wenn ein Patient beispielsweise bei der Rumpfbeugung mit der Hand den Boden berühren kann, könnte man von einer guten Beweglichkeit ausgehen. Für eine Baletttänzerin ist jedoch eine solche Bewegung noch zu wenig: sie könnte damit ihren Beruf nicht ausüben. Es gibt somit keine Norm, die zu erfüllen ist, sondern die Ziele sind immer individuell zu definieren.

3. Der Patient entscheidet, ob eine Fasziendistorsion behandelt werden soll
Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch zu jeder Zeit mehr oder weniger starke Verdrehungen und Verformungen der Faszien hat. Triggerbänder, aber auch andere Distorsionen sind gewissermaßen Teil des Körpers. Sie führen zwar zu gewissen Einschränkungen, z. B. in der Bewegung, aber nicht automatisch zu Schmerzen. Viele diese Distorsionen bereiten nie wirklich Probleme.

Es ist nicht das Ziel im FDM, dass der Therapeut davon ausgeht, dass der Patient spezifische Fasziendistorsionen hat und deshalb bestimmte Behandlungsschritte erforderlich sind. Grundlage ist vielmehr, dass der Patient die für ihn einschränkenden Distorsionen anzeigt. Im FDM gehen wir davon aus, dass sich die meisten Distorsionen von selbst reparieren und somit eine Behandlung gar nicht notwendig ist. Die Beschaffenheit der bandartigen Faszie z. B. bieten dem Körper die Option, sich je nach Aktivität anzupassen. Dabei entstehen auch zufällig Triggerbänder. Dies alles sind physiologische Reaktionen des Körpers, die aus seiner Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Umweltgegebenheiten resultieren. Nur wenn sich eine Distorsion trotz normaler Bewegung oder Belastung nicht repariert oder auflöst, sondern dauerhaft bleibt und sich noch verstärkt, löst sie Beschwerden aus und es entsteht ein Behandlungsauftrag an den Therapeuten. Wann dies der Fall ist, kann uns nur der Patient mitteilen, aber kein Außenstehender, keine Norm und kein noch so sorgfältig gemachtes und ausgewertetes radiologisches Bild.

4. Der Patient ist für seinen Körper selbst verantwortlich
Das FDM fördert die Selbstverantwortung des Patienten. Da nur der Patient angeben kann, welche Distorsionen ihm Probleme bereiten, ist eine Mitarbeit im therapeutischen Prozess notwendig. Dadurch wird er auch Handelnder in der Therapie und führt hauptverantwortlich den gesamten Prozess.''

                                                       Auszug aus: Fasziendistorsionsmodell. Ein medizinisches Konzept - Praxiswissen kompakt, Marcus Nagel, Karl F. Haug Verlag, 2016

Wissenswertes über Blutegeltherapie

" Wann kann eine Blutegelbehandlung von mir empfohlen werden?

  • Adnexitis (Entzündungen des weiblichen Unterleibes)
  • Akute und chronische Gelenkschmerzen
  • Angina pectoris (Herzenge)
  • Apoplexie (Schlaganfall)
  • Arthritis (akute und chronische Gelenkentzündung)
  • Arthrose: Gon-/Rhizarthrose (Verschleißerscheinungen der Gelenke: Knie - und Daumensattelgelenkarthrose)
  • Bluthochdruck
  • Cephalgie (Kopfschmerzen)
  • Cholezystitis (Gallenblasenentzündung)
  • Durchblutungsstörungen nach Haut- und Gewebetransplantationen
  • Epicondylitis humeri radialis (Tennisellebogen)
  • Furunkel und Karbunkel
  • Hämatom (Bluterguss)
  • Hämorhoiden
  • Herpes zoster (Gürtelrose)
  • Hypertonie (Bluthochdruck)
  • Hyperurikämie (Gicht)
  • LWS-Syndrom (chronische Schmerzen am unteren Rücken)
  • Mikroangiopathie (Durchblutungsstörungen der Haar(Kapillar)gefäße)
  • Myotendiosen/Myogelosen (Muskelverspannungen, Muskelverhärtungen)
  • Orchitis (Hodenentzündung)
  • Otitis media (Mittelohrentzündung)
  • Patellarspitzensyndrom (Überlastungserkrankung der Kniescheibe)
  • Phlebitis/Thrombophlebitis (Venenentzündung, Krampfadern), Besenreiser
  • Plastische und rekonstruktive Chirurgie (Unfall - und Wiederherstellungschirurgie)
  • Rheuma /Dosierung abhängig von betroffener Region
  • Sehnenscheidenentzündungen (z.B. Tennisellebogen)
  • Tendovaginitis (Sehnenscheidenentzündung)
  • Tinnitus (Ohrgeräusche)
  • Tonsillarabszess (Mandelabszess)
  • Wundheilungsstörungen / Unterschenkelgeschwüre
  • Ulcus crurus (offenes Bein, Unterschenkelgeschwür)
  • Varikosis (Krampfadern)"

Buch "Blutegeltherapie" Hrsg. und Autors Andreas Michalsen/Manfred Roth, Verlag: Karl F. Haug; Auflage: 3., unveränderte (18. Juli 2012)

Mehr über Blutegelterapie

Infusionen - "Erste Hilfe in der Naturheilkunde"

"Warum Infusionstherapie?
Der Eingriff in den Blutkreislauf als medizinische Praxis geht wahrscheinlich auf den Aderlass in der Antike zurück. Es war wohl der erste Versuch, sich Zugang zum Blutkreislauf zu verschaffen, um Leiden und Krankheiten zu lindern.

Welche Vorteile bietet Infusionstherapie in der Naturheilpraxis?
Ein vorrangiges Ziel der Naturheilkunde ist es, gestörte Regelkreisläufe des menschlichen Organismus wiederherzustellen. Gerade in diesem Bereich bietet die Infusionstherapie einen hervorragenden Ansatz, um als Katalysator eine Regulationstherapie zu beschleunigen. Beispiele sind:

  • Auffüllung niedriger essentieller Mikronährstoffspeicher, insbesondere im Bereich der Vitamine, Aminosäure und Mineralien
  • Regeneration erkrankter Schleimhäute des Gastrointestinaltraktes (z.B. Leaky-Gut-Syndrom)
  • Wiederherstellung gestörter Matrixgewebe
  • Unterstützung der Funktion gestörter Organsysteme, insbesondere der klassischen Entgiftungsorgane wie Leber und Niere
  • Regeneration entgleister vegetativer Nerven- und Hormonsysteme
  • Dehydrationen (=Flüssigkeitsmangel, Austrocknung)
  • Immunmodulationen
  • Ausleitungen und Behandlungen chronischer Metallintoxikationen

Vitamin C-Hochdosisinfusionen
Vitamin C - Infusionen können zu Beginn jeder Behandlung empfohlen werden, um den Körper und die Organe auf schnellem Wege zu stärken und akute Beschwerden zu lindern. Eine Erhaltungstherapie ist dann mit wenig Zeit- und Geldaufwand möglich.

Ich verabreiche Vitamin C-Hochdosisinfusionen auch in Kombination mit anderen Mitteln je nach Beschwerdebild. Da der Körper einen Überschuss an Ascorbinsäure wieder ausscheidet, ist eine Überdosierung ausgeschlossen.

 Bei welchen Beschwerden wird Vitamin C-Hochdosis empfohlen?

  • Chronischen Entzündungen bzw. chronisch entzündlichen Erkrankungen wie Arthritis, Allergien, Arteriosklerose, Tumoren und wiederkehrenden Infektionen - Sie werden nachweislich mit einem Vitamin C-Mangel und oxidativem Stress in Verbindung gebracht.
  • Abwehrschwäche, kardiovaskulären Funktionsstörungen, Infektanfälligkeiten, Wundheilungsstörungen, Osteoporose, Knochenabbau, Depressionen, neurodegenerativen Erkrankungen und Demenz
  • Rheumatischen Erkrankungen
  • Entzündlich-allergischen Atemwegserkrankungen wie Asthma oder allergische Rhinitis
  • Entzündlichen Hauterkrankungen wie Atopischer Dermatitis, Urtikaria (Nesselsucht), Neurodermitis und Psoriasis
  • Kardiovaskulären Erkrankungen wie Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen und Herzschwäche
  • Chronischen Infektionserkrankungen (viral und bakteriell) wie Herpes zoster, chronischer Hepatitis, Hepatitis C, Rhinosinusitis, Pneumonien, Chlamydien-Pneumonie, Borreliose, HIV, Lungentuberkulose, Parodontitis
  • Als Begleittherapie bei Chemo- und Strahlentherapien
  • Hormonausgleich
  • Als Prophylaxe"

Text aus meinem Artikel "Erste Hilfe in der Naturheilkunde" für "Bamberger Naturheiltag  2010" in der Lange Straße 24, 96047 Bamberg

Wissenswertes über Injektionen und Neuraltherapie

Wann ist die Injektionstherapie das Mittel der Wahl?

Viele Gründe sprechen für den Einsatz von Injektionen in der Naturheilkundlichen Praxis:

  • Als Reiz im Grundgewebe stoßen die Injektionen die Eigenregulation an
  • Die Wirkstoffe gelangen ohne Resorbtionsbarrieren in den Körper
  • Die zielgenaue Anwendung in den betroffenen Körperregion ermöglicht eine lokale Wirkung
  • Magen-Darm-Komplikationen sind unwahrscheinlich

Seit mehreren Jahren wurden die Therapiekonzepte für Bewegungsapparat (z.B. bei Schmerzen), Endokrinium und Psyche, Herz-Kreislauf-System, Immunsystem, Verdauung, Nieren & Ausleitung nach und nach in den Praxisalltag etabliert.

Die meisten Therapien lassen sich optimal mit Injektionen kombinieren. Etwa 1-2x wöchentliche Injektionen können bei verschiedensten Störungen die Effektivität einer Blutegelbehandlung, der FDM-Osteopathie oder von Infusionen erhöhen. Generell werden die vorgeschlagenen Behandlungsmaßnahmen individuell so zusammengestellt und während der Behandlungen sinnvoll angepasst, dass diese für den konkreten Patienten mit seinen konkreten Beschwerden den maximalen Nutzen bringen können.
 

Wie wirkt Neuraltherapie?

Neuraltherapie ist die gezielte Beeinflussung von Störungen des Organismus über das vegetative Nervensystem ( z.B. Atmung, Verdauung, Stoffwechsel).

Akute und chronische Schmerzen sowie Störfelderbehandlung (z.B. Zahnherde, Narbenstörfelder) sind Hauptindikationen für die Anwendung der Neuraltherapie in meiner Praxis. Bei Schmerzen wird ein Lokalanästhetikum in Triggerpunkte oder direkt in den Schmerzbereich infiltriert bzw. gequaddelt. Dabei werden nicht nur Procain (1%), sondern auch homöopathische Komplexmittel verwendet.

Was ist Prokain?

Procain ist ein Lokalanästhetikum. Durch die Injektion wird die Funktion erregbarer Strukturen wie sensorische, motorische und autonome Nervenfasern sowie die Erregungsleitung des Herzens gehemmt.
Procain hebt reversibel und örtlich begrenzt das Leitungsvermögen der sensiblen Nervenfasern auf. Nach der Schmerzempfindung wird die Empfindung für Kälte bzw. Wärme, für Berührung und Druck herabgesetzt.
Procain wirkt antiarrhythmisch und tonussenkend an der glatten Muskulatur. Es zeigt eine schwache antihistaminische und parasympatholytische Wirkung.

Neuraltherapie ist die gezielte Beeinflussung von Störungen des Organismus über das vegetative Nervensystem ( z.B. Atmung, Verdauung, Stoffwechsel).

Wissenswertes über Clustermedizin

Die Clustermedizin

ist ein umfassendes Diagnoseverfahren, welches das alte Wissen mit modernen Technologien verbindet. Die individuelle Therapie basiert auf einem breiten Spektrum an wirksamen Mitteln – aus der Analyse abgeleitet und passgenau.

Clustermedizin ist als Diagnose- und Therapiemethode sehr präzise und kann bei folgenden Symptomen eine gezielte Hilfestellung darstellen:

  • Organischen Störungen
  • Psychischen Ungleichgewichten
  • Stoffwechselkrankheiten
  • Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Autoimmunerkrankungen
  • Konzentrations-Schwächen
  • Schwangerschaftspflege
     

Clustermedizin klärt und stärkt

Die Clustermedizin bietet Therapeuten, Ärzten und Psychologen seit rund 30 Jahren ein diagnostisches und therapeutisches Verfahren, welches gezielt und individuell die Regenerations – und Heilkräfte eines Menschen aktiviert. Eine erfolgreiche Therapie in der Clustermedizin beruht auf der Fähigkeit des Therapeuten, Analogien zu erkennen.

Die physische, psychische und geistige Gesundheit ist die Basis für das Wohlbefinden des Menschen. Mit der Clusteranalyse nutzen Sie eine Methode, welche Ihre Gesundheit fördern bzw. wiederherstellen kann.
 

Clusterlogik Analyse der Lebenssituation

Cluster Logik analysiert die gegenwärtige Lebenssituation eines Menschen und zeigt die sinnvolle und erfolgversprechende Möglichkeit zur Veränderung der Problem- und Lebenssituation als Handlungs- und Verhaltensregel auf. Dies ist für alle Bereiche des psychosozialen Leben eines Menschen möglich: persönliche, familiäre, schulische, berufliche oder unternehmerische Probleme können damit geklärt und Lösungen gefunden werden...

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Wissenswertes über Zahnherdforschung

Warum biete ich Zahnherdforschung in meiner Praxis an?

Erkrankte Zähne können Störungen an entfernten Stellen des Körpers - vom Kopf bis zu den Zehen – auslösen. Der Grund für eine Therapieresistenz bzw. eine Therapieblockade kann unter anderem an einem unbehandelten Zahnherd liegen. 2012 erlebte ich diesbezüglich ein Aha-Erlebnis:

Frau M. klagte über spontanes Herzrasen bei einem unauffälligen ärztlichen Befund. Invasive und osteopathische Behandlungen sowie die Einnahme spezieller Komplexhomöopathika brachten keinen Therapieerfolg. Unabhängig davon befand sich Frau M. in zahnmedizinischer Behandlung. Innerhalb dieser wurden ihr die unteren Weisheitszähne gezogen - das Herzrasen verschwand. Dies war ausschlaggebend für meine beginnenden Beobachtungen und dem intensiven Auseinandersetzen mit der Thematik ,,Heilhindernis Zahn’’.

Manche Patienten spüren, dass ihre Zähne der Grund für ihre Beschwerden sind. Leider wird ihr Verdacht oft ignoriert. Mit modernen labortechnischen Entwicklungen und der beeindruckenden Pionierarbeit bekannter deutscher Ärzte, darunter z.B. Ernesto Adler und Rosemarie Mieg, wurden auf diesem Gebiet viele Erfahrungen gesammelt und einige Durchbrüche erzielt. 

Gemeinsam mit einigen Patienten habe ich die Bestätigung ihrer Vermutungen, nach einer Zahnherddiagnostik und anschließender Zahnsanierung, erlebt. Dabei wuchs mein Respekt vor dem massiven Einfluss, den Zahnherde auf den gesamten Organismus haben können. 
 

Wann biete ich Zahnherdforschung in meiner Praxis an?

  • Wenn ein Patient jeglichen Verdacht auf einen Krankheitsherd ausschließen möchte.
  • Wenn mir selbst während der Anamnese oder später während der Therapie der Verdacht auf einen Zahnstörherd kommt.

Was versteht man unter Herderkrankungen?

Herd-Erkrankungen sind Störungen, deren Ursache nicht an der vermeintlichen Stelle der Störung (dem Krankheitsort) zu suchen ist. Die Ursachen sind häufig medizinisch eher unauffällige Stellen.
Beispiel: ständige Kopfschmerzen, ausgelöst durch wurzelbehandelte Schneidezähne im Oberkiefer, die aber selbst überhaupt keine Schmerzen verursachen (Definition von Dr.med.dent. Rosemarie Mieg)

Ein Zahnherd kann den Organismus sowohl bakteriell, neural als auch toxisch schwer belasten. Dies lässt sich über körperliche Untersuchungen, bildgebende Verfahren sowie Laboranalytik diagnostizieren.

Eine entsprechende Zahnsanierung kann die Regulationssystem eines, unter Zahnherden leidenden, Organismus wesentlich entlasten. Die Naturheilkunde basiert auf der Unterstützung der Selbstheilung der Betroffenen. Hat ein Patient Zahnherde, können diese die Selbstregulation und somit auch die Therapie blockieren. Wir bezeichnen diese Eindämmung der Selbstheilungskräfte als Herdblockade.

Ein Zahnherd ist ein Heilhindernis, das zum Glück in den meisten Fällen sichtbar gemacht und somit beseitigt werden kann.
 

Wie erkenne ich selbst einen Zahnherd im Zahngebiet?

Dr. med. dent. A. Mieg beschreibt in ihrem Buch "Krankheitsherd Zähne" die wesentlichen Hinweise auf das mögliche Vorhandensein eines Zahnherdes.
Diese Hinweise sollten Sie dazu veranlassen, Ihren Verdacht auf einen Zahnherd ausschließen oder bestätigen zu lassen.

  1. Ist der Zahn tot? Dies ist der Fall bei Wurzelfüllungen. Jeder wurzelgefüllte Zahn ist ein toter Zahn. Jeder tote Zahn ist ein Störherd. Auf solche Störherde sollten Sie achten, wenn Sie plötzlich Kopfschmerzen haben, für die sich sonst keine Ursache finden lässt.
     
  2. Hatten Sie eine größere Operation im Kiefer? Zum Beispiel eine Wurzelspitzenresektion? Dann kann ein Knochen entzündet sein. Selbst eine Naht auf der Schleimhaut kann wie ein Störfeld wirken.
     
  3. Haben Sie als Erwachsener immer noch einen Milchzahn? Dies ist auf jeden Fall ein Herd. Ein Milchzahn enthält embryonales Gewebe. Dies kann zu Störungen führen, die normalerweise nicht mit dem jeweiligen Zahngebiet in Verbindung gebracht werden.
     
  4. Waren Sie gerade bei der Zahnbehandlung und spüren Energiemangel und Schwäche? Dies muss noch kein Hinweis auf einen Herd sein. Warten Sie ab. Der Energiemangel bessert sich wahrscheinlich mit der Zeit. Wenn nicht, dann lassen Sie sich testen.
     
  5. Haben Sie oft unterwegs plötzliche körperliche Beschwerden? Wenn Sie auf weiten Reisen mit starkem Klimawechsel plötzlich Herz- und Kreislaufbeschwerden verspüren, dann können Weisheitszähne dafür verantwortlich sein, oft die unteren.
     
  6. Haben Sie gleichzeitig Zahn- und Körperschmerzen? Wenn nach dem Zahn-Organismus Diagnoseschema (durchführbar in der Praxis) eine klare Übereinstimmung vorliegt, dann sollten Sie sich eine Herddiagnose stellen lassen.


Schwermetall-Intoxikationsdiagnostik und Ausleitung

Vor allem Amalgamfüllungen können eine große toxische Belastung für den Organismus darstellen. Sie beinhalten außer Quecksilber auch Silber, Kupfer und Zinn. Diese Stoffe sind im Stande, sich nach und nach freizusetzen und im Körper anzusammeln. Hauptursache für eine Schwermetallvergiftung ist Zahnersatz, erst danach kommen Autoabgase, Müllverbrennung sowie mit Schwermetalle verunreinigte Lebensmittel.
Die hier aufgezählten Metalle sind ab einer bestimmten Menge giftig für den Organismus und können für unterschiedlichste Erscheinungsbilder beim Betroffenen sorgen.

Im Folgenden sind die negativen Auswirkungen einzelner Metalle aufgezählt, wenn diese in einer Überdosis auftreten: 

  • Quecksilber: Starkes Allergen, erbgutverändernd, fruchtbarkeiteitsschädigend, Hirn - und Nervenschäden
  • Silber: Nervengift
  • Kupfer: Allergien, Hirn- und Nervenschäden, Leberschäden
  • Zinn: Hirn- und Nervenschäden, krebsfördernd, Lähmungen, hochgiftig, hemmt die Hämoglobinsynthese, Müdigkeit, Schwäche

Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Schwermetallbelastung zu diagnostizieren. In meiner Praxis führen wir einen provozierten Kautest und/oder Urintest durch. Die Proben werden im Labor ausgewertet.
Auf eine Schwermetallbelastung weisen auch Schimmel- und Hefepilze in der Stuhlprobe hin (Stuhldiagnostik).
Wird eine Schwermetallbelastung diagnostiziert, so empfehle ich eine gezielte Schwermetall-Ausleitung und die Einnahme von den dafür zusammengestellten Heilmitteln, eventuell in Kombination mit einer Infusionstherapie. Im Anschluss zeigt ein Kontroll-Labortest den Erfolg der Ausleitung.


Liste der Literatur über die Zahnherde

  1. "Krankheitsherd Zähne" von Rosemarie Mieg, Trias Verlag, ISBN 978-3-8304-3918-9
  2.  "Energieverlust und Krankheit durch Zahnherde" von Thomas Klein, Hygeia-Verlag, ISBN 3-00-013015-2
     
  3. "Störfeld und Herd im Trigeminusbereich, ihre Bedeutung für die ärztliche und zahnärztliche Praxis" von Ernesto Adler, Progressdruck GmbH, ISBN 3-00-013678-9

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